DEUTSCHER MUSIKINSTRUMENTENPREIS

FÜR INSTRUMENTE AUS DER WERKSTATT ALBERT & MÜLLER

1996 wurde Albert und Müller der "Deutsche Musikinstrumentenpreis" für ihre Steelstringgitarre S1 verliehen, und nun, zwei Jahre später, können Uli & Toni zum zweiten Mal den begehrten Preis, diesmal in der Kategorie "Klassische Gitarre" für ihr Modell CL2, in Frankfurt entgegennehmen!
"Herzlichen Glückwunsch ...aber was ist das eigentlich für ein Preis, und vor allem, wie wird der Preisträger ermittelt?" Zwei Fragen, die Uli und Toni von A&M nach der Preisverleihung 1996 häufig gestellt wurden, und ehrlich gesagt, ich wusste es vorher auch nicht.

Der Deutsche Musikinstrumentenpreis wird seit 1990 jedes Jahr fuer zwei unterschiedliche Instrumentengruppen, und in diesen für ein bestimmtes Instrument, vom Bundeswirtschaftsministerium ausgeschrieben. Bewerben kann sich jeder deutsche Instrumentenbauer mit einem Serienmodell entsprechend der Ausschreibung. Damit sich die Plazierung fuer keinen der Bewerber negativ auswirkt, wird nur der Preisträger bekannt gegeben. Eine sinnvolle und faire Regelung wie ich meine, und vor allem auch eine wichtige Voraussetzung, möglichst viele Teilnehmer einzubeziehen...
Die teilnehmenden Instrumente werden in drei Bewertungsstufen geprüft, aus deren Einzelergebnissen sich das Gesamturteil ergibt:

1.) Die akustischen Eigenschaften der Instrumente werden objektiv im "Labor für Musikalische Akustik" der PTB ( Physikalisch Technische Bundesanstalt in Braunschweig) ermittelt.

2.) Mehrere Instrumentalisten spielen die Instrumente, zunaechst in einem abgedunkelten Raum, und bewerten sie - ohne das Fabrikat zu kennen und ohne durch das äussere Erscheinungsbild beeinflusst zu werden. Dabei wird die Reihenfolge der Instrumente von Tester zu Tester geändert. Danach können sich die Spieler die Prüflinge "bei Licht" besehen, den Gesamteindruck und auch das Preis - Leistungsverhältnis bewerten.

3.) Die handwerkliche Verarbeitung wird von einem vereidigten Sachverständigen bewertet.

"Oh, jetzt hätte ich fast noch eine Frage unter den Tisch fallen lassen, die da lautet: Was hat Euch der Preis eingebracht, bzw. wie hoch ist er dotiert ?" Aber - weit gefehlt, denn da das Handwerk bekanntlich "goldenen Boden" hat, und dieser Preis auch nicht in Gold aufzuwiegen ist, gibt es nebst extra angefertigter Medaille noch eine hübsche Urkunde.Verglichen mit einigen Kunst und Musikpreisen die mir bekannt sind, erschien mir das doch recht dürftig und auf meine Frage an Uli und Toni, ob sich die Teilnahme denn dann lohne, bekam ich die simple Antwort: "Wir wollten einfach mal sehen,wo wir mit unseren Instrumenten stehen, und wie es aussieht, liegen wir mit unseren Vorstellungen von Klang, Design und Bespielbarkeit, welche wir beim Bau unserer Instrumente umsetzen, nicht ganz daneben."

Da kann ich nur sagen: "Herzlichen Glückwunsch !"
(A.Occi)

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