 |
Als elevated (angehoben, erhaben) fretboard bezeichnet man ein Gitarrengriffbrett, das nicht wie in herkömmlicher Weise direkt auf die Gitarrendecke geleimt ist.
Die Verbindung zur Decke ist unterschiedlich gelöst; entweder frei, über der Decke - z.B. bei Jazzgitarren mit ausgestochener Decke (ahnlich einer Geigendecke) - oder Gitarren mit angeschraubtem Hals, wie sie hauptsächlich in der Romantik (z.B. Instrumente von Johannes Stauffer) gebaut wurden - oder mit fester Leimverbindung zur Decke, wie man es häufig bei modernen Konzertgitarren findet.
Die Vorteile für den Spieler liegen klar auf der Hand:
Töne in den hohen Lagen (oberhalb des 12.Bundes) sind leichter zu erreichen. Ein klanglich ganz wesenticher Unterschied ergibt sich außerdem aus dem steileren Hals-Korpuswinkel. Die Saiten ziehen in einem veränderten Winkel an der Decke und beim Anzupfen wird die Saite in eine andere Richtung in Bewegung versetzt und unterstützt so die vertikalen Deckenschwingungen, die hauptsächlich für die tiefen Frequenzen verantwortlich sind. So kommen nicht nur die Bässe und Mitten besser zur Geltung, sondern auch der Grundtonanteil bei den hohen Tönen ist stärker ausgeprägt. Durch das veränderte Frequenzspektrum hat man das Gefühl, dass die gespielten Töne schneller anprechen. |